Presse

Wendlandsinfonieorchester mit traditionellem Neujahrskonzert in Bad Bevensen von Barbara Kaiser (01/2015, Barftgaans) 

 

"Azadeh Maghsoodi erhielt bereits als 15-jährige Komplimente ihre Spielweise betreffend. Nigel Kennedy bescheinigte ihr "Wahrhaftigkeit und Schönheit des Tons" und "eine fantastische Technik". Heute ist die in Lübeck mit persischen Wurzeln Geborene 24 Jahre alt und überwältigte mit ihrem Spiel. Ihr Programm: Das Violinkonzert d-Moll op. 47 von Jean Sibelius.

Es ist die einzige, großangelegte konzertante Komposition des Finnen, dem, selbst Geiger, die Violine also eigentliches Metier war. Mit zwei Uraufführungen seines Werkes, in Helsinki und Berlin im Jahr 1905, hatte er allerdings Pech, daran änderte in Berlin auch der Dirigent Richard Strauss nichts. Der vorgesehen Solist weigerte sich letzlich, die Partitur zu spielen, der Ersatz war hoffnungslos überfordert. Inzwischen ist das Konzert auf den Podien der Welt angekommen und die Solistin des Abends in Bad Bevensen lieferte eine bezaubernde Vorstellung ab. [...] Die Solistin nahm das Allegro moderato sehr moderato, spielte das Adagio des 2. Satzes hinreißend traurig und anrührend im Piano (schöne sanfte Hörner als Dialogpartner der Geige!). Im 3. Satz entfalteten Sibelius und Maghsoodi fast magyarisches Temperament, das mit Furor, makelloser Technik und Kontrastreichtum überwältigte! Dafür gab es nicht enden wollenden Beifall und eine Zugabe Violine Solo mit einer traditionellen persischen Melodie aus dem Iran."

 

 

 

Starke Geschlossenheit von Michael Baumgartl (02/2010, Nordkurier)

 

"Ein wegen diverser Absagen auf eine andere Solistin zugeschneidertes Programm - kann das klappen? Es kann, bewies die Philharmonie.

Weil die ursprünglich für das 6. Philharmonische Konzert verpflichteten Solisten ihr Engagement absagen mussten, wurde das Konzertprogramm der Neubrandenburger Philharmonie kurzerhand geändert und auf eine andere Solistin zugeschnitten. Die 20-jährige Geigerin Azadeh Maghsoodi aus Lübeck hatte bereits in der Jubilate-Konzertnacht im vergangenen Oktober ein kurzes Gastspiel in der Konzertkirche mit einem Satz aus dem e-Moll-Violinkonzert von Mendelssohn.

Ein zu kurzer Auftritt, das fand damals nicht nur die Geigerin, sondern auch Chefdirigent Stefan Malzew, der ihr noch in der Konzertnacht auf der Bühne versprach, sie irgendwann mit dem ganzen Konzert einzuladen. Das Versprechen hat er nun eingelöst. Und er hat damit nicht schlechthin eine Ersatzsolistin angeboten, sondern die Zuhörer wurden mit einer hingebungsvoll musizierten Interpretation des Mendelssohn-Konzertes überrascht.

Azadeh Maghsoodi spielt auf einer Gagliano-Violine von 1790, die ihr die Deutsche Stiftung Musikleben aus ihrem Instrumentenfonds zur Verfügung stellt. Und darauf formte sie das thematische Material des Kopfatzes in auffällig ruhigem Tempo sehr ausdrucksvoll, ließ den Klängen Zeit, sich zu entwickeln und gab den Phrasenenden Raum zum Verklingen. Diese Spielart kulminierte in der Kadenz, in der die junge Geigerin eine Atmosphäre von spannungsvoller Stille in den Konzertsaal zauberte. Die virtuosen Skalen und Arpeggien flocht sie wie beiläufig und mit Leichtigkeit in das gefühlsbetonte Spiel hinein. Im Finalsatz aber ließ sie es an Spritzigkeit nicht fehlen, ja mit feinem Witz in den Auftakten traf sie den heiteren Geist des Satzes so überzeugend, dass man sich des Lächelns nicht erwehren konnte. Der Dirigent Stefan Malzes trat über lange Passagen mit der Solistin wie in einem Zwiegespräch, um jede Temporegung von ihr genau abnehmen und an die Musiker weitergeben zu können. Das Publikum war hellauf begeistert und spendete langen Applaus, für den sich die Solistin mit der Sarabande aus Bachs d-Moll Partita bedankte."

 

(07/2007, Lübecker Stadtzeitung)

"Azadeh Maghsoodi, 17 Jahre alte Geigerin aus Lübeck, und 'angehender Weltstar', so Bürgermeister Bernd Saxe, zeigte ein von vielen Zuhörern ungläubig aufgenommenes technisches und musikalisches Können: Ihr Solo im Tschaikowskyi-Violinkonzert Op. 35 riss die Zuhörer im gut gefüllten Kolosseum förmlich aus den Sitzen."

 

(05/2006, NMZ)

"Die Violinistin Azadeh Maghsodi, gerade 16 Jahre alt, war erstaunlich souverän bei den virtuosen "Zigeunerweisen" von Pablo de Sarasate und "La Campanella" von Niccolo Paganini, Werke, bei denen sie Jaques Ammon am Klavier perfekt begleitete."

 

(07/2005, DIE WELT)

"Wie Azadeh Maghsoodi Kennedys Starkstrombach mit seinen männlich ruppigen Allegroakzenten folgte, um ihm im lyrisch verhagenen Largosatz dennoch mit ihrem weich und weiblich gerundeten Ton zu umschmeicheln, das war aller Ehren wert."